Die Entwicklung der Alarmierung bei der Feuerwehr Hamburg

Da es sich bei uns um eine Freiwillige Feuerwehr innerhalb eines Großstadtgebietes handelt, sind wir in der 30-jährigen Geschichte der Wehr nicht mehr durch reitende Boten, Glockengeläute oder Hornbläser informiert worden. Und doch nahm all das, was heute in den modernen digitalen Meldeempfängern mündet, aus heutiger Sicht recht altertümlich seinen Anfang. In der Zeit des sog. Luftschutzhilfsdienstes bediente man sich der Telefonkette, so dass immer ein Mann dem nächsten Bescheid geben musste. Das war sehr zeitaufwendig und auch unsicher, wenn der Angerufene nicht Zuhause war oder ihm die Meldung weiter übermittelt werden musste.

Mit der Gründung der FF Altona im Jahre 1972 wurde dieses Verfahren noch bis 1978 beibehalten, jedoch wurde dann im Rahmen der Einführung eines Befehlswagens ELW 3 bei der Berufsfeuerwehr Hamburg ein technischer Riesenschritt vollzogen.

Die Wehr wurde mit Funkmeldeempfängern vom Typ TELESIGNAL B ausgerüstet. Das war ein recht großes Gerät - etwa wie ein frühes CB-Funk-Handgerät. Es hatte den bezeichnenden Spitznamen "der Ziegelstein". Zum Mitführen war der Ziegelstein ein wenig unhandlich, aber da gab es damals leider keine Alternativen. Man musste es immer im Auge bzw. in Hörweite haben, denn ein erfolgter Alarm war vom Meldeempfänger nicht durch Blinksignal oder Speicher wieder abrufbar. Man konnte lediglich am Heimladegerät ablesen, ob ein Alarm eingegangen war.

Um 1986 wurden die TELESIGNAL B durch die kleinen und handlicheren Funkmeldeempfänger vom Typ TELESIGNAL C oder E ergänzt. Diese Geräte waren aber so vereinzelt vorhanden, dass sie in der geringen Zahl weitestgehend nur an Führungskräfte ausgegeben wurden. Immerhin war dieses Gerät nur so groß wie eine Zigarettenschachtel, konnte die Alarmsignale speichern und durch Blinklampe anzeigen. Trotz allem war man mit diesen Geräten immer von der Durchsage der Feuerwehr-Einsatzzentrale (FEZ) abhängig. Wenn die Durchsage ausblieb, weil in der FEZ viel los war oder der Spruch schlecht verstanden wurde, blieb nur der Anruf in der Einsatzzentrale. Im Gegensatz zu einer FF mit einem örtlichen Einsatzrevier bedurfte es häufiger einer Nachfrage bei der FEZ, da ähnlich klingende Straßen- oder Ortsbezeichnungen in einer Großstadt häufiger vorkommen und das Einsatzgebiet für den Befehlswagen bis 1992 das gesamte Hamburger Stadtgebiet umfasste.







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